Revenge-Trading erkennen und stoppen
Stand: 01.10.2026
Revenge-Trading heißt: Nach einem Verlust steigst du schnell wieder ein, um das Geld zurückzuholen. Nicht weil dein Setup da ist, sondern weil der Verlust weh tut. Fast jeder Trader kennt das.
Woran du es erkennst
- Der nächste Trade kommt kurz nach einem Verlust, oft innerhalb weniger Minuten.
- Die Größe steigt: mehr Lots als sonst, „damit es sich lohnt“.
- Die Checkliste wird übersprungen oder nur halb erfüllt.
- Du handelst einen Markt oder eine Uhrzeit, die nicht zu deinem Plan gehört.
- Am Ende des Tages stehen mehrere Verluste hintereinander, obwohl der erste klein war.
Das Gefühl selbst ist schwer zu greifen. Die Spuren in den Zahlen sind dagegen gut sichtbar: kurzer Abstand zum letzten Verlust, größere Position, weniger erfüllte Regeln.
Was dagegen hilft
- Eine feste Pause nach einem Verlust, zum Beispiel 30 Minuten. Vorher entscheiden, nicht im Moment.
- Ein Tageslimit: Nach zwei Verlusten oder einem festen Betrag ist für heute Schluss.
- Gleiche Größe für jeden Trade. Wer die Größe nie ändert, kann sie auch nicht aus Wut erhöhen.
- Die Checkliste vor jedem Trade, ohne Ausnahme. Ist ein Punkt nicht erfüllt, gibt es keinen Trade.
- Nachrechnen: Schau dir im Journal an, was dich Trades kurz nach einem Verlust insgesamt gekostet haben. Eine konkrete Zahl wirkt stärker als jeder Vorsatz.
Warum es so teuer ist
Ein einzelner Verlust gehört zum Trading. Teuer wird die Reaktion darauf: Aus einem kleinen, geplanten Verlust werden mehrere ungeplante. Viele Trader stellen beim Nachrechnen fest, dass ein großer Teil ihrer Verluste aus genau diesen Folgetrades kommt.
Kurz beantwortet
Was ist Revenge-Trading?
Ein schneller Wiedereinstieg nach einem Verlust, um das Geld zurückzuholen, ohne dass das eigene Setup erfüllt ist.
Wie verhindere ich Revenge-Trading?
Mit Regeln, die du vorher festlegst: Pause nach jedem Verlust, Tageslimit, immer gleiche Positionsgröße und eine Checkliste vor jedem Trade.
forex-desk erkennt solche Muster in deinem Journal, etwa schnelle Wiedereinstiege nach Verlusten, und zeigt dir, was sie dich gekostet haben.
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Keine Anlageberatung. Der Handel mit Devisen und CFDs ist mit hohen Risiken verbunden.