Trading-Journal führen: Was gehört hinein und was bringt es?
Stand: 01.10.2026
Ein Trading-Journal ist ein Protokoll deiner Trades. Es zeigt dir nicht nur, ob du Geld verdienst, sondern vor allem warum, und wo du dir selbst im Weg stehst.
Das gehört zu jedem Trade
- Die Fakten: Datum und Uhrzeit, Markt (zum Beispiel EUR/USD), Richtung, Einstieg, Ausstieg, Stop-Loss, Take-Profit, Größe, Ergebnis.
- Der Plan: Welches Setup war es? Waren alle Bedingungen deiner Regeln erfüllt? Am einfachsten geht das mit einer festen Checkliste, die du vor jedem Trade abhakst.
- Der Ausstieg: Hast du am Ziel geschlossen, am Stop, oder vorher aus einem Gefühl heraus?
- Dein Zustand: Ein Wort reicht: ruhig, ungeduldig, frustriert, übermütig. Muster werden erst über viele Trades sichtbar.
- Ein Bild: Ein Chartfoto beim Einstieg hilft, später ehrlich zu prüfen, was du gesehen hast.
Die Kennzahlen, die wirklich zählen
- Trefferquote: Anteil der Gewinner. Allein sagt sie wenig, viele gute Systeme liegen unter 50 %.
- Verhältnis Gewinn zu Verlust: Wie groß ist ein durchschnittlicher Gewinner im Vergleich zu einem Verlierer?
- Profitfaktor: Summe aller Gewinne geteilt durch die Summe aller Verluste. Über 1 heißt: unterm Strich im Plus.
- Ergebnis mit und ohne Regelbruch: Rechne getrennt, was Trades nach Plan gebracht haben und was Trades gegen den Plan gekostet haben. Diese Zahl ist oft die ehrlichste im ganzen Journal.
Woran Journale meistens scheitern
Am Aufwand. Wer jeden Trade von Hand abtippt, hört nach zwei Wochen auf. Deshalb lohnt es sich, die Fakten automatisch zu übernehmen, etwa aus dem MetaTrader-Bericht, und nur das selbst einzutragen, was keine Software wissen kann: deinen Grund und deine Checkliste.
Der zweite Grund: Man schaut nie hinein. Nimm dir einmal pro Woche zehn Minuten und frag dich nur eine Sache: Was hat mich diese Woche Geld gekostet, das ich hätte vermeiden können?
Kurz beantwortet
Was muss in ein Trading-Journal?
Die Fakten des Trades (Markt, Richtung, Einstieg, Ausstieg, Stop, Ergebnis), ob er nach deinem Plan war, wie du ausgestiegen bist und kurz, wie du dich gefühlt hast.
Welche Kennzahl ist im Trading-Journal am wichtigsten?
Allein keine. Aussagekräftig ist die Kombination aus Trefferquote, Verhältnis von Gewinn zu Verlust und Profitfaktor, dazu das Ergebnis getrennt nach Trades mit und ohne Regelbruch.
forex-desk übernimmt deine Trades aus MetaTrader 5, du hakst nur deine Setup-Checkliste ab. Daraus rechnet es Trefferquote, Profitfaktor und getrennt, was dich Regelbrüche gekostet haben.
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Keine Anlageberatung. Der Handel mit Devisen und CFDs ist mit hohen Risiken verbunden.